
Der Trainingsplan gilt vor allem für die Eltern oder den Lehrer in der Schule. Täglich wird, abgestimmt auf das Testergebnis, trainiert. 10 bis 15 Minuten wird das Aufmerksamkeits- und Funktionstraining geübt. Dies ist zusätzlich zum Symptomtraining notwendig. Das Symptomtraining durch die Eltern wird meist durch den aktuellen Stoff in der Schule bestimmt. Idealerweise findet einmal pro Woche ein Training bei einem diplomierten Legasthenietrainer statt. Es ist natürlich für die Eltern auch möglich nur selbst mit dem Kind nach Trainingsplan zu trainieren. Hier gilt zu beachten, dass nach einigen Wochen manchmal eventuelle Kurskorrekturen vorzunehmen sind. Dies wird durch einen Kontrollbesuch beim Trainingsplanersteller gemacht. Natürlich sollen sich auch die Fehler beim Lesen, Schreiben und Rechnen reduziert haben. Dies ist dann der positive Nebeneffekt, für den die Eltern mit dem Kind so hart arbeiten. Das Training soll vor dem 14. Lebensjahr gestartet werden. Hier gilt je früher desto besser. Das Training kann nach der Überwindung der Legasthenie enden. Es ist aber davor zu warnen, wenn nach wenigen Wochen die Erfolge eintreffen, einfach abzusetzen. In diesem Falle folgt zumeist ein Einbruch der Leistung des Kindes. Der Zeitpunkt ab wann eine Legasthenie überwunden ist, ist schwer festzulegen. Mögliche Kriterien sind: Wenn die Leistungshochs und -tiefs flacher verlaufen. Wenn die Tagesverfassungen des Betroffenen nicht mehr so starke Schwankungen zeigen. Wenn der legasthene Mensch seine Gedanken auch auf Symbole, wie Buchstaben oder Zahlen, besser hinlenken kann und dadurch kaum mehr Wahrnehmungsfehler produziert. Die Überwindung der Legasthenie ist unabhängig vom Rechtschreib- oder Rechenleistungsstand. Dieser kann bei intelligenten legasthenen Menschen sehr schnell aufgeholt werden. Dies ist nur eine Frage der Übung und Aufbereitung. Natürlich beinhaltet ein gutes Legasthenietraining auch diese Komponente. |